Anna-Quintett: Stories made of Wind
Beschreibung
Eine fantastische Reise durch die Natur mit fünf Holzbläsern
Karten zu 15,- / ermäßigt 10 € bei Okticket.de und an der Abendkasse ab 18:30 Uhr
Kinder bis 12 haben freien Eintritt.
In ganz vielfältigen musikalischen Sprachen erzählen die Instrumente der klassischen Bläserquintett-Besetzung Flöte, Klarinette, Oboe, Horn und Fagott Geschichten von Fabelwesen, Tieren und besonderen Landschaften.
Die Reise beginnt bei Sonnenaufgang mit einem Morgengesang („Aubade“ der australischen Komponistin Natalie Williams), die Abreise wird verzögert durch Johann Sebastian Bach himself: In seiner scherzhaften “Capriccio über die Abwesenheit des geliebten Bruders“ verarbeitet er das Thema Abschied und Aufbruch auf herrlich augenzwinkernde Art samt „Schmeichelung der Freunde, um ihn von seiner Reise abzuhalten“ (1. Satz), der „Vorstellung unterschiedlicher Casuum, die in der Fremde könnten vorfallen“ (2. Satz) und schließlich der meisterhaften Posthorn-Fuge.
Die Reisegesellschaft rastet in einer besonders „freundlichen Landschaft“ (Schumanns Waldszenen) und kommt bei Amanda Harbergs „Fantasie“ ins Träumen. Im Halbschlaf erscheinen unheimliche Gestalten im Nebel der Abenddämmerung: es spuken „Elfen, Kobolde und Sylphen“ (Griegs „lyrische Stücke“) durch den nächtlichen Wald.
Am nächsten Tag begegnen wir ganz unterschiedlichen Tieren, wir erhaschen einen Blick auf den Karneval der Tiere.Von dort ist es nur noch ein Katzen- oder Löwensprung bis in den Dschungel, wo wie Mogli und einigen seiner Gefährten lauschen können.
Der letzte Teil der Reise steht im Zeichen von Natur-Sightseeing: wir besuchen die schäumenden Whitewater Rapids des „Roaring Fork“ (Eric Ewazen) Flusses in Colorado, USA, gruseln uns an einer „verrufenen Stelle“ (Schumann) tief im Gehölz neben dem Fluss und folgen dem Lauf eines flinken „Bächleins“ (Grieg) bis dieser in den mächtigen Mississippi mündet. Jim Parker wurde mehrmals mit dem Britischen Academy Award für beste Original-Filmmusik ausgezeichnet, unter anderem für die Thriller-Serie „House of Cards“. Sein „Mississippi Five“ ist eine spritzige Hommage an die jazzig-bluesige Intensität und Ausgelassenheit der Musik aus dem Mississippi Delta.
Kaum eine andere klassische Besetzung ist klanglich so „sprechend“ und plastisch wie das Holzbläserquintett – sicher wegen der Nähe aller fünf Instrumente zur menschlichen Stimme und der Tatsache, dass die Zungenartikulation bei allen eine zentrale Rolle spielt. Aus diesem Grund gibt es unzählige Stücke für diese Besetzung, die programmatisch angelegt sind und eine Geschichte erzählen oder ein lebendiges Bild mit Klängen beschreiben. Häufig begegnen wir dabei einem humoristischen, bisweilen auch cartoonartigen Charakter, was auch in unserem Programm immer wieder durchkommt. Dabei zeigt die Kombination der fünf Bläser als Kern und Stimmführer der Bläsergruppe in der klassischen sinfonischen Besetzung ihre herausragende Bedeutung als „Harmoniesektion“ innerhalb des Orchesters, die mit leuchtenden Akkorden und modulierenden Klangeinheiten ein harmonisches Zentrum bildet. Genauso wichtig ist die Rolle der „zentralen“ Bläser als solistische und virtuose Ideengeber innerhalb eines Orchesters. Die unerschöpflich vielfältigen Möglichkeiten und erzählerischen Eigenschaften des Bläsersatzes machen sich die Kompositionen und Bearbeitungen unseres Programms zu eigen. Mit „Stories made of Wind“ wollen wir die erzählende Kraft, die Wendigkeit und Klangvielfalt des Bläserquintetts lebendig und enthusiastisch präsentieren.
Zu den Musiker/innen:
Angelika Man studierte Flöte an der Musikhochschule Detmold und an der Hochschule Nürnberg-Augsburg. Sie war Finalistin beim Wiesbadener Mozartwettbewerb und erhielt wichtige Impulse durch Meisterkurse bei Angela Firkins, Carin Levine und Tatjana Ruhland. Lehraufträge für Flöte hatte sie an den Universitäten in Augsburg und Hildesheim inne. Sie sammelte Orchestererfahrung bei den Augsburger Philharmonikern, der Bayerischen Kammerphilharmonie, in diversen Projektorchestern und spielt regelmäßig in der Capella St. Anna Augsburg. Intensive kammermusikalische Tätigkeit führte zur Mitwirkung im Tangoensemble Faux Pas in Hildesheim und zur Gründung des Trio Tinnabuli und des Ensemble Kaleidoskop.
Anselm Wohlfarth begann seine musikalische Laufbahn als Knabensolist bei den Augsburger Domsingknaben. Er studierte Oboe am Mozarteum Salzburg bei Professor Günther Passin und an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Prof. Clara Dent-Bogányi und Ralf-Jörn Köster. Orchestererfahrung sammelte er unter anderem beim Amadeus-Orchester Salzburg, dem Mozarteum Orchester Salzburg, bei der Philharmonie Bad Reichenhall und den Nürnberger Symphonikern. Er ist gefragter Kammermusiker und Solist und ist Mitglied der Capella St Anna Augsburg
Agnes Liberta studierte Klarinette und Elementare Musikpädagogik am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Ihr künstlerisches Masterstudium im Fach Klarinette schloss sie mit Auszeichnung ab. Besonderen Stellenwert nahm ihre kammermusikalische Ausbildung in diversen Ensembles ein. Als Stipendiatin der Organisation „Yehudi Menuhin-Live Music Now“ konzipierte sie interaktive Konzerte und führte diese in verschiedenen sozialen Einrichtungen auf. Ihre Vielseitigkeit führt sie zu Konzerten, Theater- und Musicalaufführungen mit Sinfonieorchestern, Improvisationsorchestern und zeitgenössischen Ensembles und sie ist Mitglied der Capella St. Anna Augsburg.
Leonardo Consoli studierte bei Guido Corti und an der „Scuola di Musica di Fiesole“. Später wechselte er in die Klasse von Radovan Vlatkovic an das Mozarteum Salzburg, wo er sein Solistendiplom erfolgreich abschloss. Zahlreiche Engagements bei bedeutenden Opern- und Sinfonieorchestern des In- und Auslandes (Münchener Kammerorchester; Gustav Mahler Jugendorchester; Gran Teatro del Liceu, Barcelona; Haydn Orchester; Orchestra Regionale Toscana etc) führten ihn mehrfach ins In- und Ausland. Er widmet sich als Pädagoge intensiv der Nachwuchsförderung junger Hornisten, ist Mitglied zahlreicher Kammermusikvereinigungen und konzertiert regelmäßig als Solist.
Raphael Sirch ist freischaffender Musiker und Lehrbeauftragter für Kontrafagott und Kammermusik am Leopold-Mozart-College of Music Augsburg. Als ehemaliges Mitglied im Bayerischen Landesjugendorchester spielt er regelmäßig als Aushilfe in verschiedenen Orchestern, zum Beispiel bei den Augsburger Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester und Münchener Kammerorchester, der Bayerischen Kammerphilharmonie und den Nürnberger Symphonikern. Der leidenschaftliche Kammermusiker war Stipendiat bei Yehudi Menuhin Live Music Now in Augsburg, Salzburg und München. Er ist mit seinem Ensemble Fagotti Parlandi Musikförderpreisträger des Bezirks Schwaben. Raphael ist unverzichtbares Mitglied im Ensemble der Capella St Anna Augsburg.






